Zuflucht (vgl. SBB-Ruheabteil; Frauenhaus) - für Leidende, Behinderte ("weniger sichtbar" als Rollstuhl). Der Kanton Zürich fördert ein Bauprojekt (NZZ: Europa-Premiere), ich wünsche vom Kanton Graubünden dasselbe für mein Wohnenprojekt (mutmasslich Welt-Premiere) als Vorbild/Prototyp.

Siehe meine Kommentare:

https://www.suedostschweiz.ch/politik/2018-12-07/regierung-muss-ueber-die-buecher

https://www.suedostschweiz.ch/politik/2018-11-20/bleibt-die-viamala-fuer-behinderte-eine-via-mala

https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2018-11-24/fuer-raucher-wird-es-jetzt-richtig-eng

Aus einem Vermieterprospekt: "Bei uns werden Sie als Mieter nicht einfach mit anderen Mietern in einem Haus zusammengewürfelt. Sie sind uns wichtig und sollen sich wohl fühlen. Deshalb achten wir darauf, dass sich Gleichgesinnte in einem Haus wiederfinden."

1) Soweit ich diese Broschüre (Überbauung in Domat/Ems) verstehe, sind die gewährleisteten Kriterien: Allergenfrei (z.B. Milben/Bodenbeläge, Hunde, Waschküchenchemie) und Wasserzentralenthärtung.

2) Beispiel für die Kriterien Chemie und Mikrowellen:

https://www.nzz.ch/zuerich/erstes-haus-fuer-umweltgeschaedigte-ist-bezugsbereit-1.18167260

https://www.stadt-zuerich.ch/fd/de/index/das_departement/medien/medienmitteilungen/2013/oktober/131021a.html

https://www.gesundes-wohnen-mcs.ch/

3) Mein Anliegen: die Kriterien Stille und möglichst Luftqualität zu garantieren (da diese Kriterien insgesamt wohl am meisten Wirkung haben):

Gemäss Mieterumfragen (z.B. von Comparis.ch, Migrosmagazin) ist Lärm mit Abstand zuoberst auf der Negativliste. Die WHO bezeichnet Stress (primär Lärm) als einen Hauptrisikofaktor.

Fraktionierung/Melioration Wohnen: Trennung von Ruhebedürftigen und Lärmenthusiasten.

Insbesondere für Gesundheitsreduzierte (gemäss Beobachter-Titelstory ist ein Viertel der CH-Bevölkerung chronischkrank) wie Dauerkopfschmerzen, Herz/Kreislauf, Hirnschlag, Vegetative Dystonie etc. (auch Sterbende) hat der besonders schädliche (weil erschreckende) Abruptlärm (wie Türen-/WC-Deckel-knallen, Bellen, Motoraufheulen/Hupen, Aufschreien Balkon/Garten) verheerende Auswirkungen.

Im Beobachter (9.10.2000) werden Ruhereservate gefordert:

https://www.beobachter.ch/larm-zu-viel-krach-wohin-man-hort-0

Zitat: An einer schweren Herzkrankheit leidet der Rentner Hans G. Das Fenster seines Schlafzimmers öffnet sich gegen den Parkplatz eines Restaurants. Immer wieder reissen ihn Gespräche, Gelächter oder knallende Autotüren aus dem Schlaf. Für die Ärzte ist klar: Ausgelöst wurde die Krankheit durch die «lärmbedingten dauernden Schlafstörungen».

Es gibt die Redewendung "Schlaf ist die beste Erholung" (früher gab es Sanatorien im Grünen mit Haupttherapeutikum Ruhe).

Emma Thompson: "Ich liebe es, zu schlafen und zu träumen." (In meinem Haus in London ist mein Schlafzimmer mein Lieblingsort. Ich lege mich tagsüber gerne hin, ich liebe es zu schlafen und zu träumen.), Zitat des Tages (Südostschweiz 2.8.2018)

Kommentar Wolfgang Reuss 17.06.2015
Empfehlenswert (302 x)
Wahlmöglichkeit
In der Natur gibt es keinen "Durchschnitt", sondern sehr unterschiedliche Lebens"substrate" (Standorte), für jede Pflanze und jedes Tier das Richtige.
Nur der Mensch kann kaum aussuchen beim Wohnen, überall treffe ich denselben Einheitsbrei. Und so haben auch die "World Café"-Diskussionen zur Planung von Chur-West wohl wenig Sinn, wenn man am Schluss aus den Wortmeldungs-Polen "Biotop autofrei" und "Asfalt/Autos überall" den "demokratischen Durchschnitt" mixt.
Stattdessen müsste man (gemäss Naturvorbild) fraktionierend eine Region mit diesem, eine Region mit jenem anbieten - das dann aber möglichst pur. Einzig so haben Einwohner und Touristen die - Wahlmöglichkeit!
Austauschbarkeit, Me-too (statt USP), das macht das Leben nicht nur fade sondern da zählt auch nur noch der Währungskurs der Destination.

Schparz 2017:

https://www.imgbox.de/users/public/images/DC8Z4HlzDE.jpg

Mensch als Unterhund - Mieterzeitung (M+W Sept. 6/2013 Seite 13):

https://www.imgbox.de/users/public/images/Z9bSuQCNa9.JPG

Alte Chinesen: Lärmtod, Wassertropfentod: Paradoxe Chronische Wirkung.

...

Siehe meinen Kommentar:

https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2018-06-03/kerenzerbergrennen-und-tanzverbot

Björn Reinfried, sie versuchen hier elegant ("logisch"), das eine Übel mit dem anderen Unrecht zu rechtfertigen.
Sie haben sicherlich genug Gesundheit.
Bitte denken Sie aber auch an die Schwächeren. Zumindest eine Elefantenherde richtet sich nach den Schwächsten.
1) Die gesetzlichen Ruhezeiten sind bereits ein lauer Kompromiss zwischen Starken und Schwachen, und 2) werden nicht einmal diese Gesetze eingehalten in vielen Fällen. Gehen Sie mal in ein "Wohnquartier", von wievielen Balkonen und Gartensitzplätzen in tiefer Nacht gegröhlt wird, etwa dezibel-enervierend wie eine Primarschulklasse auf Schulreise; oder Türen-Zuknallen, der ganz grosse "Schlager" nicht nur in der Schweizer Hitparade. Beides verboten, aber trotzdem Alltag.
Ist unser aller Leben nicht zu kurz/kostbar für diese Reibereien? Deshalb mein Vorschlag:
Fraktionierung/Melioration:
WOHNEN: Es soll eine STILLE-Zone geben für Ruhe-Bedürftige wie Chronischkranke (Dauerkopfschmerzen, Hirnschlag, Bluthochdruck, Erschöpfung, Traumas, Vegetative Dystonie/Panikattacken, Sterbende etc.), und es soll eine DEZIBEL-Zone geben, Rambazamba around-the-clock unlimited.
So sind BEIDE Gruppen GLÜCKLICH (unbeschwert).
Beim Poschten darf man ja auch WÄHLEN zwischen Fastfood und Bioladen.
Etwas MÜSSEN, was man nicht erträgt, nennt man das Nötigung oder Vergewaltigung? Lärm kann nicht nur foltern (wie das US-Militär bei Noriega und in Guantanamo bewies), die Alten Chinesen bewiesen bereits, dass man damit töten kann. So viel zur Information, falls wieder einmal jemand sagt: "Lärm, ist doch nur harmlos."

...

https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2018-08-10/waffenplatz-chur

Danke, Heinz Lorenz, Ihren Leserbrief finde ich hervorragend.
Warum die Bevölkerung diesen Lärm so unwehrhaft (der Begriff Lärm kommt von all'arme, zu den Waffen, bedeutet, Lärm bringt den Körper in Aufruhr, Stresshormone schädigen ihn) über sich ergehen lässt insbesondere in Felsberg und Chur-Süd/West (wo bereits der Hotspot A13 tobt), wo man sogar noch in Richtung zum Waffenplatz Wohnraum hin baut - statt von diesem weg (so wie heute üblich), finde ich ebenso ein ungesundes Rätsel wie ich diese Art von Ballerei und Kampfflugzeugen angesichts der heutigen völlig veränderten Bedrohungslage einen schädigenden Witz finde.
https://www.beobachter.ch/burger-verwaltung/schiesslarm-die-panzerfaust-als-nachbarin

Damals, als die Möglichkeit "Waffenplatz Abzug (ob nun mit See oder ohne)" in Chur auf der Kippe stand, hätte man die Weichen richtig stellen müssen, konsequenterweise, denn vor einigen Jahren stand in der SO, man wolle zur Grossagglomeration verschmelzen (Landquart bis Bonaduz oder Thusis). Dass dann ein hoher Bündner Politiker das Militär hier behalten wollte mit dem Argument, da profitiere die Gastronomie (sprich: werde mehr Bier umgesetzt), dürfte Schilda toppen.
Apropos Helikopter: Dass die Rega-Helikopter teils im Tiefflug über die Innenstadt Chur brettern, dazu wendete ich mich bereits ans Bundesamt.
Letztlich muss jeder Mieter selbst wissen, ob er für den seine Gesundheit schädigenden Lärm auch noch die heutigen hohen Preise zahlen will, so wie in meinem "Wohn"quartier, wo das ganze Jahr (also inkl. Dezember/Januar) fast täglich Laubbläser lärmen/abgasen, wenn es nicht gerade Rasenmäher (Stabform oder Schiebevehikel oder Traktormäher) oder Kettensägen/Heckensägen sind. Gemäss meiner Einschätzung dürfte es auf dem Riesenareal kaum einen unberührten Quadratzentimeter geben (Igel und andere Tierli sowie die ziemlich aussterbenden Insekten werdens beweinen).
Das, was ich als neurotischen Irrsinn betrachte, dürfte erst dann zum Ladenhüter tendieren, wenn es endlich die überfällige WAHLmöglichkeit beim Wohnen gibt: dass ich in unserer angeblichen Demokratie WÄHLEN darf zwischen mich-zudröhnen-lassen-müssen - oder meine naturgesetzliche Ruhe haben zu dürfen.
Dass heutzutage eine chronischkranke (z.B. Dauerkopfschmerzen) ältere Dame in ihrem Schlafzimmer direkt angrenzend an eine "gewaltige" Nachbarin (über 70-jährig) wohnen muss, die Türen und WC-Deckel auf&zu etc. (Motto "Jeder Griff ein Schlag") knallt, ruft statt spricht und bei der es oft tönt, als würde jemand zügeln, das bei ihr aber "wohnen" bedeutet, insbesondere auf dem Balkon "Gartencenterhyperaktivitäten", das beelendet mich (nimmt mir den Lebensmut) wie noch nie etwas im Leben durch die chronifizierte Ausweglosigkeit, dieses unnötige Leiden mitansehen zu müssen. Im Internet schrieb ein Betroffener, der wegen Lärm umzog und es war am neuen Ort noch lauter, es sei Russisches Roulette, er habe nicht die Kraft/Geld, ständig umzuziehen - und er ist gesund - was sollen da erst Geschwächte tun?
Wozu teure und teuerste Spitäler/Rehas/Therapien, wenn man im Alltagsleben unnötig konterkariert-destruiert wird? Warum sehe ich bei Krankenwesenämtern und "Sozialen Institutionen" kein Interesse, obwohl man hier mit sehr kleinem Aufwand sehr Grosses gutmachen könnte, DER Hebel?
Ich fordere diese Fraktionierung/Melioration seit etwa drei Jahren in meinen Leserbriefen/Kommentaren. Dass da offenbar noch niemand von selbst draufkam und auch auf meine Anregung hin nicht: Warum nicht? In Umfragen bei Mietern z.B. Comparis.ch und Migrosmagazin steht Lärm mit Abstand zuoberst auf der Negativliste.

https://www.welt.de/wissenschaft/article1903619/Laute-Nachbarn-treiben-viele-Europaeer-zum-Umzug.html

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/1863897-Streit-von-Nachbarn-geschlichtet-Toilettendeckel-nun-mit-Absenkautomatik-Zu-viel-Laerm-Gericht-verpflichtet-zu-Ruecksicht

Zwar las ich in einem Vermieter-Prospekt folgende Sätze (aber die Dienstleistung betrifft offenbar leider nicht Lärm/Stille, sondern andere Kriterien), bei denen ich mich begeistert frage: WARUM hat diese Grundwahrheit noch niemand realisiert?
Zitat: "Bei uns werden Sie als Mieter nicht einfach mit anderen Mietern in einem Haus zusammengewürfelt. Sie sind uns wichtig und sollen sich wohl fühlen. Deshalb achten wir darauf, dass sich Gleichgesinnte in einem Haus wiederfinden."
Meine Definition von DIENSTLEISTUNG (sind wir nicht angeblich eine "Dienstleistungsgesellschaft"?): Der Dienstleister leistet den Dienst (selbstverständlich mit Garantie), den der Kunde so nicht selbst tun muss, dafür zahlt der Kunde.
Leider erlebe ich im Alltag ziemlich das Gegenteil.
Meine Meinung: Das Märchen, dass die bestehenden Gesetze, Mietschlichtungsstellen und Gerichte (und die Differenzierung von "Wohnzone" und "Industriezone") doch ausreichend seien, glaubt vielleicht noch, wer gerade hinterm Mond aus dem Ei schlüpfte - ich aber keinesfalls mehr.

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Wohnen: Lärm indoor und outdoor

https://www.20min.ch/finance/news/story/Jeder-Sechste-stoert-sich-am-Laerm-der-Nachbarn-27510249

12.04.2018 - Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Immobilienportals Immowelt.ch :

Mieter nervt am meisten, wenn sie Nachbarn hören. Die Hälfte der Schweizer Mieter ist mit ihrer derzeitigen Wohnsituation unzufrieden.

https://www.presseportal.de/pm/24964/2290319

Egal wie verzweifelt die Deutschen ein neues Zuhause suchen: Laut darf es nicht sein. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie Marktmonitor Immobilien 2012 von immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Dort gaben 92 Prozent der befragten Immobilienmakler an, dass Lärm das K.o.-Kriterium Nummer 1 bei der Immobilienvermarktung ist. Selbst die interessanteste Immobilie verliert bei Wohnungssuchenden schnell an Attraktivität, wenn in der Nachbarschaft Autobahn oder Einflugschneise für Dauerbeschallung sorgen.

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https://www.suedostschweiz.ch/kultur-musik/2018-09-29/die-schlagerparade-2018-im-livestream

Wolfgang Reuss

30.09.2018 - 17:56 Uhr

Was am Samstag passierte in der Quaderstrasse, macht mich furchtbar unglücklich.
Am 15.6.2018 meldete die SO, dass die Quaderstrasse 2018 NICHT wie 2017 betroffen sein wird.
https://www.suedostschweiz.ch/kultur-musik/2018-06-15/die-churer-schlagerparade-zieht-weg

Am 29.9.2018 Quaderstrasse (zwischen Kreisel und Alexanderplatz, plötzlich als "Aufstellungszone" bezeichnet):

Um 10 Uhr steht ein Hossamobil dort mit dauerlaufendem Motor, der Chauffeur sagt mir, das müsse so sein, er habe vergessen die Batterie aufzuladen.
12:45 Uhr (oder 11:45? ich muss nachfragen) bis 14:30 Uhr: Infernalischer Schall - Musik aus verschiedenen Quellen durcheinander und einer brüllt nonstop ins Mikrofon - in einer Hyperlautstärke, dass eine Mieterin in den Luftschutzkeller flüchten wollte (sogar im WC seien die Erschütterungen nicht auszuhalten) und eine weitere Mieterin bezeugte, das sei wesentlich lauter als der Fasnachtsumzug. Beide Frauen haben seit Tagen Kopfschmerzen - und ich frage online seit Jahren, was der Staat zum Schutz dieser Opfer und Chronischkranken tut. Ohne Antwort!
Die ältere Dame, seit Jahren lärmgeplagt, sagte mir, so etwas habe sie noch nie erlebt, der Fasnachtsumzug sei leise im Vergleich dazu. Sie habe nur noch Bässe und Geschreie gehört, keine Musik und vom Ins-Mikrofon-Brüllenden kein Wort verstanden.
Diejenigen, die das erlauben (Stadtrat etc.), müssen das NICHT erleben, aber unschuldigen chronischkranken Anwohnern zwingt man das auf.
Meine Diagnose: ZU laut. Beim Schlittschuhschaulaufen Quaderwiese, wo man in der Quaderstrasse bei geschlossenen Fenstern jedes Wort verstand, wie laut war das dann erst für die Kinder im Freien ("vorussä") unmittelbar bei den Lautsprechern bzw. hätte nicht ein Bruchteil der Dezibel gereicht, damit diese Kinder - die Zielgruppe der Beschallung - die Lautsprecherdurchsagen verstanden hätten, und was denken sich eigentlich die Eltern punkto diese jugendlichen Hörgeräte- und Tinnitusanwärter?
Jedoch zurück zum zweiten Lärm-Schädigungsfaktor: Stresshormone. Die Schweizerische Herzstiftung "Aktiv gegen Herzkrankheiten und Hirnschlag" titelt (August 2018): "Lärm schadet dem Herzen".
Für die WHO sind diese Schadfaktoren neben Luftverschmutzung die grössten Gesundheitsbedrohungen dieses Jahrhunderts.
Siehe meine Kommentare:
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2018-06-03/kerenzerbergrennen-und-tanzverbot

https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2018-09-28/aufheulende-motorenstadtpolizei-macht-weiter-ernst

Was hat Deutscher Schlager mit diesem unsäglichen Schreihals am Mikrofon zu tun? Warum schreiten die dem Wohle der Stadtbewohner "eigentlich" Verpflichteten nicht ein gegen diese unnötigen Lärmexzesse?

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https://www.suedostschweiz.ch/kultur-musik/2018-09-30/so-wurde-am-samstagabend-geschlagert

Wolfgang Reuss

30.09.2018 - 18:18 Uhr

Leute, wenn ich das Foto mit diesen Ulknudeln sehe, wird mir mulmig.
Es waren wohl einige dieser Sorte, die Samstag Nacht auf dem Balkon (wieder mal) radauten, so dass die Stadtpolizei Chur einschreiten musste, was gar nicht so einfach war, denn das polizeiliche Läuten und Klopfen an der Wohnungstür hörten diese Hyperaktiven vor lauter Eigenlärmproduktion nicht, erst als ein Polizist wieder runter ging und von der Strasse aus hochrief, sie sollten die Tür öffnen, dürften sie - sehr verzögert - aus ihrer Rambazambablase zu Bewusstsein gekommen zu sein. Allerdings nur, bis die Polizei, die etwa 25 Minuten für diesen Einsatz hier war, wieder abfuhr. Kurz danach radaute die Blase durchs Treppenhaus zu ihren "Brüdern und Schwestern im 'Geiste' im 1. Stock", wo die Wohnungstür nachts zum x-ten Male geknallt wurde. Auf meinem Weg hinter denen her, Pssssst! bedeutend, kam ich bei einer langjährigen Mieterin vorbei, die im Nachthemd in ihrer Wohnungstür stand und denen hinterhersprach: "Wann gibts endlich Ruhe? Leider eine müssige Frage bei gewissen unbelehrbaren Dezibelisten, das ist meine Erfahrung.



1)

https://www.123recht.net/Hoffnung-fuer-Laermgeschaedigte-__f59720.html

Ich gib dem Threadsteller uneingeschränkt recht. Ansonsten mache ich in Foren generell die Erfahrung, dass die Opfer geschlagen und die Täter geschützt werden. Ich habe auch ein Lärmproblem in meiner Wohnung. Bin deswegen umgezogen und hier ist es noch schlimmer. Sich vorher nach der Ruhe erkundigen bringt null. Denn die Wohnungen werden meist als ruhig ausgegeben, selbst wenn Tag und Nacht RemmiDemmi ist. Mir fehlt mittlerweile dauerhaft der Schlaf. Ich finde das auch nicht mehr lustig. Da gibt es nur noch eins: in die Einöde ziehen und darauf achten, dass man wirklich KEINEN Nachbarn hat. Was anderes gibt es nicht. Man ist ansonsten zu sehr vom Glück abhängig, ob es ruhig ist. Das ist russisch Roulette und wird auf die Dauer auch extrem teuer, ständig umzuziehen.

2)

https://www.med1.de/forum/psychologie/schlafen-und-laerm-715523/

basti200

11. Dezember 2015

Schlafen und Lärm

Hi Leute,

bin durch eine Googlesuche auf den Beitrag gestoßen:

Es ist inzwischen sehr schlimm geworden. Wir wohnen mit unseren Kindern seit 9 Jahren in der absoluten Lärm-Hölle. Damals haben wir gerade noch eine bezahlbare Wohnung bekommen, inzwischen ist es unmöglich mit unser beider Einkommen eine andere Wohnung zu finden, ausser wir ziehen mehr als 200km weit weg in die Pampa, was dann beruflich wieder sehr schwierig wird. (Wir zahlen derzeit 900 kalt, was mehr als 50% unseres Netto-EK darstellt. Aktuelle Mietpreise hier für 2.5 - 4 Zimmer sind bei 1100-1500 kalt)

Wir leben in einer extrem schlecht isolierten Wohnung, man hört die Nachbarn buchstäblich reden, und von draussen auch alles. Draussen ist seit jeher Lärm von industriellem Ausmaß, Baustellen, Betriebe, Hauptverkehrsstraße, Flugschneise, etc.

Jetzt wurde es, wie schon erwähnt, noch schlimmer, wir haben neue Nachbarn mit Kleinkindern. Die Kinder rennen ab morgends 5:30 schreiend und polternd durch die Wohnung, manchmal durchgehend 12h am Stück, dazu werden Sachen auf den Boden geworfen etc.

Wir sind ja selber Eltern und verstehen das in gewissem Maße, aber wir sagen unseren Kindern auch, dass sie leise sein sollen.

Unverständlich ist noch mehr, dass diese Eltern teilweise 3h lang morgends mit den Kindern im Elternschlafzimmer "liegen bleiben" und lärmen, anstatt mal was frühstücken zu gehen. Noch unverständlicher ist mir, dass die Eltern den Kinder dabei laut vorsingen, damit die Kinder nachsingen, wobei man wissen muss, was "singen" bei 1-3 Jährigen bedeuten (=Katzengejaule).

Dann kommt es zu "Kettenreaktionen", lärmt es morgends früh draussen, wachen die Kinder der Nachbarn auf und lärmen mit.

Auf unsere sehr freundliche Bitte, den Kinders evt. Hausschuhe anzuziehen, einen günstigen Teppich zu legen o.ä. Maßnahmen zu überlegen, wurden wir sehr hochnäßig abgewiesen, nach dem Motto "wir dürfen das". Seither klopft es morgends auch mal auf die Heizung aus dieser Richtung.

Ich habe schon alles durch, ziemliche alle(!) Ohrenstöpselprodukte die es gibt, über die Jahre bestimmt mehr als 500€ allein dafür hingeblecht. Nicht nur dass die Schalldämmung nicht ausreicht, ich bekomme auch dauernd entzündete Ohren davon.

Seit 2 Jahren auch medikamentös, 15mg Mirtazapin abends, dazu bei Bedarf Diazepam 10mg, was beides nicht wirklich hilft. Lärm weckt mich einfach auf, egal wie "zugedröhnt" ich bin. Und wenn er mich erstmal geweckt hat, kann ich auch nicht einfach wieder einschlafen, vorallem nicht, wenn es 5:45 ist und ich eigentlich eh um 7:00 aufstehen muss. Ich hab ja Verantwortung und Arbeit, ich kann nicht einfach wieder ins Bett liegen, wenn ich grad lustig bin.

Mehrfach wurden hier schon die Zimmer umgeräumt, ich hab Teppich gelegt in unserem Schlafzimmer, dicke Vorhänge, die üblichen Tipps, aber es bringt einfach nix. Der Vermieter lügt sich nur dreist durch die Gegend, meint es gäbe hier keinen Lärm, alles Einbildung. Inzwischen formieren sich zum Glück mehrere Nachbarn gegen die schlechte Isolierung der Wohnungen.

Trotz allem bin ich inzwischen am Ende, es ist ja nicht nur der Alltag, wo man eh aufstehen muss, sondern jeden Tag, mit den neuen Nachbarn auch Feiertags, Wochenende, Urlaubstage, ganz zu schweigen von Krankheit. Eben erst ne Bronchitis gehabt mit Fieber, dazu so ein Lärm, man wird wörtlich verrückt.

Ich habe keine Kraft mehr übrig und auch keine Idee mehr.